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	<title>game0ver! &#187; Verbot</title>
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		<title>Ground control to Major Tom &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 20:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LiquidSnakE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr schön. Offenbar sollen in Deutschland die geplanten Internetsperren auch auf &#8216;Killerspiele&#8217; ausgeweitet werden &#8211; zumindest, wenn es nach dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Strobl geht. Wie seine Pläne genau aussehen, verriet er der Berliner Zeitung nicht &#8211; von der Sperrung &#8216;böser&#8217; Shop-Artikel bei Direct2Drive oder Steam bis zur Blockierung der Multiplayer-Server angeblich jugendgefährdender Spiele (die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schön. Offenbar sollen in Deutschland die geplanten Internetsperren auch auf &#8216;Killerspiele&#8217; <a title="CDU-Bundestagsabgeordneter erwägt Internetsperren für Online-Gewaltspiele" href="http://www.heise.de/newsticker/CDU-Bundestagsabgeordneter-erwaegt-Internetsperren-fuer-Online-Gewaltspiele--/meldung/140273" target="_blank">ausgeweitet</a> werden &#8211; zumindest, wenn es nach dem CDU-Bundestagsabgeordneten <a title="Offizielle Webpräsenz" href="http://www.thomas-strobl.de/" target="_blank">Thomas Strobl</a> geht. Wie seine Pläne genau aussehen, verriet er der Berliner Zeitung nicht &#8211; von der Sperrung &#8216;böser&#8217; Shop-Artikel bei Direct2Drive oder Steam bis zur Blockierung der Multiplayer-Server angeblich jugendgefährdender Spiele (die in Rest-Europa von der <a title="Offizielle Webpräsenz" href="http://www.pegi.info/" target="_blank">PEGI</a> teilweise ab 12 bzw. 16 Jahren freigegeben wurden, dertartig jugendgefährdend also nicht sein können &#8230;) wäre alles denkbar. Einen positiven Effekt hat dieses &#8216;Outing&#8217; allerdings: Es sensibilisiert das deutsche Spielervolk vielleicht *endlich* für die Problematik reiner Online-Distribution.<span id="more-117"></span></p>
<p>Ich bin leidenschaftlicher Spieler seit Jahrzehnten und besitze zwar keine gigantische, aber doch eine ansehliche Sammlung. Folglich habe ich prinzipiell lieber etwas &#8216;im Regal stehen&#8217;, was Grund genug ist, Angeboten wie Valves Steam-Client mit Skepsis zu begegnen. Anfangs hielt ich Steam für eine Modeerscheinung, die ebenso rasch wieder verschwinden würde, wie sie ihren Siegeszug antrat &#8211; Fehlanzeige! Über Steam wird ein Spiel heutzutage oftmals erfolgreicher als über konventionelle Retailer an den Mann oder die Frau gebracht. Die Steam-Community boomt. Dutzende Gamer erweitern täglich via Steam ihr Reportuare &#8211; ob ihnen bewusst ist, was sie damit bewirken?</p>
<p>Zum einen tragen sie &#8211; bewusst oder nicht &#8211; zur Veränderung das Erscheinungsbild des Computerspiels von einer langzeitlichen Investition hin zu einem kurzlebigen Wegwerfprodukt bei. Wenn Steam einen Titel plötzlich nicht mehr anbieten, ist er futsch &#8211; zusammen mit dem dafür bezahlen Geld. &#8220;Ist egal&#8221;, kommentiert der Steam-Kunde, &#8220;in ein paar Jahren kräht eh kein Hahn mehr danach&#8221;. Gaming-Veteranen könnten meinen, solch eine Aussage käme höchstens von der jungen Generation, die mit Steam und Co. aufwächst &#8211; falsch! Viele der früheren Retail-Käufer haben den neuartigen Weg der Verbreitung mit offenen Armen willkommen geheißen, denn er war einfach, unkompliziert und ließ sich bequem von zuhause begehen. Für mich ist diese Denkweise nicht nachvollziehbar &#8211; nicht nur aufgrund meiner Sammelleidenschaft.</p>
<p>Einige meiner Lieblingsspiele sind mehr als zehn Jahre alt, darunter die <em>Donkey Kong Country</em>-Reihe, <em>Snatcher</em>, <em>Resident Evil 2</em> und <em>Metal Gear Solid</em>. Ich spiele eines davon &#8211; und seit ich meine PlayStation Portable umgeflasht habe sogar alle, Emulation sei Dank &#8211; zumindest alle paar Monate. Das ist kein hohler Idealismus, sondern die Wahrheit: Ich liebe diese Spiele und verbinde mit ihnen bestimmte Phasen meines Lebens, meiner Jugend, meiner Kindheit. Natürlich sind heutige Spiele in vielerlei Hinsicht besser, vor allem in technischer, das macht Klassiker aber nicht weniger wertvoll. Jedes dieser Spiele ist, im Maßstab seiner Ära betrachtet, elitär &#8211; zumindest für mich. Bereits aus diesem Grund wäre es mir unmöglich, einfach zu akzeptieren, dass sie verschwinden, wenn eine Firma beschließt, die Server vom Netz zu nehmen. Das ist es aber, was heutigen Titeln, die ausschließlich online vertrieben werden, blüht: Das digitale Aussterben. Sofern sich kein neuer (legaler) Vertriebsweg findet, jedenfalls.</p>
<p>Ein anderer Grund für meine Skepsis wiegt mindestens so schwer: Entmündigung des Kunden durch Fremdbestimmung.</p>
<div id="attachment_469" class="wp-caption aligncenter" style="width: 300px"><a href="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview03.jpg"><img src="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview03-290x300.jpg" alt="Deutsche müssen draussen bleiben!" title="stoppschild" width="290" height="300" class="size-medium wp-image-469" /></a><p class="wp-caption-text">Deutsche müssen draussen bleiben!</p></div>
<p>Deutsche Nutzer von Steam wurden damit vermutlich bereits konfrontiert: Valve bestimmt, was gespielt werden &#8216;darf&#8217; bzw. wofür &#8211; für welche Fassung &#8211; Deutsche ihr Geld ausgeben. Damit der Jugendschutz nicht unterlaufen wird, führte Valve eine IP-Sperre für Steam ein &#8211; deutsche Kunden können nur im deutschen Steam-Shop kaufen und nur deutsche Versionen von den Steam-Servern herunterladen. In den deutschen Steam-Shop gelangt nur, was von der USK erfolgreich gekennzeichnet wurde. Erscheint ein Spiel nicht in Deutschland, gibt es folglich keine Möglichkeit, es über Steam zu beziehen. Erscheint es hingegen in zensierter Form, ist für User mit deutschem Provider auch nur diese Version verfügbar. Fazit: Nimmt die digitale Distribution überhand, findet &#8211; zumindest in Ländern wie Deutschland oder Australien &#8211; eine Bevormundung erwachsener Bürger statt, die ihresgleichen sucht.</p>
<p>Können oder wollen die Verteidiger von Steam diese Unzumutbarkeit nicht sehen? Ist es ihnen egal? In Anbetracht des <a title="UK-Version nicht aktivierbar! (Steam-THQ-Unsinn, die X.te)" href="http://forum.thq.de/viewtopic.php?t=15167" target="_blank">Saints Row 2-Skandals</a>, bei dem über Steam in Deutschland einzig die USK-geprüfte, schwer zensierte Fassung aktiviert werden kann (der Importversion wird die Aktivierung verweigert), ist das schwer vorstellbar. Warum kaufen sie aber trotzdem nach wie vor fleissig im Steam-Shop ein?</p>
<p>Der erste Schritt in Richtung reiner Online-Distribution ist jedenfalls gemacht. Im Konsolensektor spielt Sony dabei eine Vorreiterrolle, indem sie testet, wie weit der ausschließliche Bezug von Spielen als Download von der Kundschaft toleriert wird. Erste Experimente sind <em>Siren: Blood Curse</em> und <em>Patapon 2</em>, die in verschiedenen Teilen der Welt entweder als Retail-Medium oder Download erworben werden können. Und nun erscheint demnächst die <a title="PSP Go!: Offiziell angekündigt, Preis ist eine Frechheit" href="http://gamgea.com/2009/06/02/e3-2009-psp-go-offiziell-angekuendigt-preis-ist-eine-frechheit/" target="_blank">PSP Go!</a> &#8211; ein Handheld, der sich alleine auf Online-Distribution verlässt. Ich würde mir ja ein Scheitern von Sonys Plänen wünschen, aber das iPhone beweist, dass Videospiele in den Köpfen nicht aller, aber vieler Menschen tatsächlich zu Wegwerf-Unterhaltung verkommen sind &#8230;</p>
<p>Nachdem ich mich ein wenig ausgeheult habe, möchte ich zum eigentlichen Thema zurückkehren: Dieter Wiefelspütz&#8217; glorreicher Anregung, die Internetsperren doch auf &#8216;Killerspiele&#8217; auszuweiten. Sie bringt vor allem eine Person in eine ungünstige Lage: die deutsche Familienministerin Zens&#8230; &#8211; Ursula von der Leyen. Die hat nämlich erst vor kurzem Bedenken ihrer zahlreichen Kritiker zu zerstreuen versucht, die der deutschen Bundesregierung die geplante Etablierung einer Zensurinfrastruktur für das relativ freie Internet bescheinigten. Auf der einen Seite muss sie die Linie ihrer Partei halten &#8211; die <a title="&quot;Killerspiele stehen auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie&quot;" href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/135602" target="_blank">Ansichten</a> der Union gegenüber &#8216;Killerspielen&#8217; ist allgemein bekannt -, auf der anderen Seite aber kann sie sich nicht leisten, an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Schließlich wäre da auch noch das vor allem Unionspolitikern in letzter Zeit höchst lästige Grundgesetz (inklusive <a title="Schäuble: Karlsruhe bei Onlinedurchsuchung nicht kompetent " href="http://www.golem.de/0903/65839.html" target="_blank">Verfassungsgericht</a>). &#8220;Eine Zensur findet nicht statt&#8221; &#8211; das tut sie durchaus, wenn bei reiner Online-Distribution Erwachsenen gezielt Waren vorenthalten werden, die von Gesetzeswegen her nicht illegal sind (sofern sie nicht gegen das StGb verstoßen). Ich bin allerdings nicht der einzige, dem diese Entwicklung Sorgen bereitet &#8211; auf Ursula von der Leyens <a title="direktzu.de/Ursula von der Leyen" href="http://www.direktzu.de/vonderleyen/" target="_blank">DirektZu-Portal</a> fordert Gregor Ottmann die Ministerin auf, <a title="Online-Vertrieb indizierter Medien" href="http://www.direktzu.de/vonderleyen/messages/21262" target="_blank">offen Stellung zu beziehen</a>. Ich erhoffe mir davon aber nur wenig, denn fachkundige Aussagen &#8211; oder gar Einsicht &#8211; sind keine Stärken von Frau von der Leyen, wie andere Beiträge zu ähnlichen Themen beweisen.</p>
<p>Das grundsätzliche &#8216;Verständigungsproblem&#8217; zwischen volljährigen Gamern und der Ministerin wird an dieser Stelle besonders deutlich: <a title="Jugendschutz oder Erwachsenen bevormundung?!" href="http://direktzu.de/vonderleyen/messages/20122" target="_blank">Jugendschutz oder Erwachsenen bevormundung?!</a></p>
<p>Abgesehen von seiner furchtbaren Grammatik fand ich Herr Regalos Nachricht gelungen. Die Essenz von Frau von der Leyens Antwort lässt sich jedoch in einem einzigen Satz zusammenfassen:</p>
<blockquote><p>Für mich als Familienministerin jedenfalls hat der Schutz von Kindern und Jugendlichen ganz klar oberste Priorität.</p></blockquote>
<p>Das ist der springende Punkt: Es ist von der Leyen egal, welche Opfer erwachsene Spieler zu bringen haben &#8211; völlig ungefragt, prinzipiell ungehört.</p>
<p>Ich kann mir schon denken, wie ihr Kommentar zu Herr Ottmanns gut gemeinter Anfrage lauten wird: Natürlich wird sie den schwarzen Peter den Firmen zuscheiben. Sie wird argumentieren, dass der Anbieter der jeweiligen Verkaufsplattform die Identität seiner Kunden durch Verfahren wie PostIdent prüfen könnte und dem Anbieten erwachsenengerechter Unterhaltung damit nichts im Weg stünde &#8211; wohl wissend, dass dies zwar in der Theorie zutreffend, in der Realität hingegen völliger Schwachsinn ist.</p>
<p>Von der PSP Go! ausgehend: Sonys PlayStation Network umfasst Millionen Teilnehmer &#8211; der logistische Aufwand, der entstünde, würde man die Volljährigkeit einzelner Mitglieder prüfen, stünde in keiner Relation zu dem aus Downloads in Deutschland erzielten Gewinn &#8211; von den allfälligen Rechtsunsicherheiten, die mit einer Indizierung einhergehen, einmal abgesehen. Allerdings entspräche ein solcher Kommentar streng genommen der Wahrheit: 18+-Medien <strong>könnten</strong> online vertrieben werden, kein Gesetz würde dies verhindern. Trotzdem werden Publisher die allseits verteufelte &#8216;Killerspiele&#8217; in Deutschland nicht einmal mit der Kneifzange anfassen &#8211; wie es bereits jetzt der Fall ist, siehe die Markplätze auf Xbox Live oder dem PlayStation Network &#8211; und damit eine subtile, doch offensichtliche Zensur ausgeübt, die juristisch betrachtet keine ist. Ich finde das genial &#8211; soetwas kann wirklich nur aus Deutschland kommen. Unsere heimischen Politiker sind <a title="Fekter: Online-Durchsuchung gegen Amokläufe" href="http://futurezone.orf.at/stories/1603528/" target="_blank">viel zu einfallslos</a> &#8230;</p>
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		<title>Ist Töten ein sportlicher Wettkampf?</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 06:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LiquidSnakE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder soweit. Deutschland möchte die Herstellung und den Vertrieb von &#8216;Killerspielen&#8217; verbieten &#8211; präziser, die deutschen Innenminister wollen es. Da diese aktuell mehrheitlich von Mitgliedern der Unionsparteien gestellt werden, ist das keine große Überraschung, schließlich ist der dort gängige Grundtenor eindeutig und so radikal, dass sich die eigene Parteijugend davon distanziert hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mal wieder soweit. Deutschland möchte die Herstellung und den Vertrieb von &#8216;Killerspielen&#8217; verbieten &#8211; präziser, die deutschen Innenminister <a title="D: Innenminister für Verbot von Gewalt-Games" href="http://futurezone.orf.at/stories/1604021/" target="_blank">wollen es</a>. <span id="more-303"></span>Da diese aktuell mehrheitlich von Mitgliedern der Unionsparteien gestellt werden, ist das keine große Überraschung, schließlich ist der dort gängige <a title="&quot;Killerspiele sind wie Drogen und Kinderpornos&quot;" href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237228923925%26sap=2%26_pid=12536218" target="_blank">Grundtenor</a> eindeutig und so radikal, dass sich die eigene Parteijugend <a title="Killerspiele: Junge Union gegen ein Verbot" href="http://www.gamona.de/games/killerspiele,junge-union-gegen-ein-verbot:news,1481337.html" target="_blank">davon distanziert</a> hat. Auf <a title="“Killerspielverbot” noch vor der Bundestagswahl?" href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2030" target="_blank">Stigma Videospiele</a> ist bereits eine hitzige Debatte rund um die Hiobsbotschaft im Gange. Ein User <a title="Kommentar von Gunnar zu “Killerspielverbot” noch vor der Bundestagswahl?" href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2030#comment-10281" target="_blank">postete</a> dort ein Antwortschreiben, das er vom Bundestagsabgeordneten <a title="Offizielle Webpräsenz" href="http://www.ingo-wellenreuther.de/" target="_blank">Ingo Wellenreuther</a> (CDU) bezüglich seiner Anfrage zur <a title="Turtle sagt E-Sport-Turnier in Karlsruhe ab" href="http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0905/67361.html" target="_blank">Absage des IFNG</a> erhalten hat. Insbesondere ließ mich folgender darin enthaltener Wortlaut aufhorchen:</p>
<blockquote><p>Kann man solch virtuelles Töten – so wie Sie in Ihrer Frage – als „sportlichen Wettkampf“ bezeichnen? Ich halte solche „Spiele“ für stil- und geschmacklos sowie mit meinem Werteverständnis und moralischem Empfinden für unvereinbar.</p></blockquote>
<p>Schön für ihn, er bräuchte sie ja nicht zu spielen. Soll er anderen ihren Spaß daran lassen. Doch ich schweife ab. Die Frage, um die es mir geht, ist eine nicht unwesentliche:</p>
<p><strong>Ist Töten ein sportlicher Wettkampf?</strong></p>
<p>Ich wäre geneigt, spontan mit &#8220;Ja&#8221; zu antworten. Töten war in der menschlichen Geschichte schon immer ein sportlicher Wettkampf &#8211; nicht unter den &#8216;barbarischen&#8217; Völkern, sondern erst recht in Hochkulturen. Hier ein Denkanstoß:</p>
<div id="attachment_318" class="wp-caption aligncenter" style="width: 223px"><a href="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview0.jpg"><img class="size-full wp-image-318" title="Gladiator (Film)" src="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview0.jpg" alt="Kinoplakat zu Gladiator" width="213" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">&#39;Killerspiele&#39; in der Antike</p></div>
<p>Der Mensch ist zur Gewalt prädestiniert. Das ist kein Versuch einer Verteidigung, keine Pro-&#8217;Killerspiele&#8217;-Argument und erst recht kein Geheimnis, sondern eine Tatsache, man muss nur die Zeitung aufschlagen. Wir mögen uns für zivilisiert halten, trotzdem sind Krieg, Unterdrückung und Mord bittere Realität. Warum sucht man in Deutschland, diesen Umstand zu verschleien, anstatt alltäglicher Gewalt entschlossen gegenüberzutreten? Andererseits scheint &#8220;Aus den Augen, aus dem Sinn&#8221; das <a title="Bundeskabinett beschließt Gesetzesentwurf zu Kinderporno-Sperren" href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556" target="_blank">neue Kredo</a> der deutschen Bundesregierung zu sein&#8230;</p>
<p>Dann aber besann ich mich auf meine eigenen Werte. Man muss diese Debatte nicht auf dem platten, simplifizierenden Niveau der Spielegegner führen. Eine Erkenntnis ist nämlich wichtig, will man einen verantwortungsbewussten Umgang mit Videospielen pflegen, deren Inhalt &#8211; in diesem Fall realistische und / oder starke Gewaltdarstellung &#8211; besonders explizit ist: Es ist nicht real. Weil es nicht real ist, kommt kein Mensch, kein Tier oder anderes Lebewesen dabei zu schaden. Wer &#8216;Töten&#8217; und &#8216;Videospiel&#8217; in einem Atemzug nennt, demonstriert somit vorwiegend mangelhafte Medienkompetenz. Wer nicht zwischen reell und virtuell zu unterscheiden gelernt hat, sollte meiner Ansicht nach überhaupt nicht spielen &#8211; weder <em>Manhunt</em>, noch <em>Super Mario Galaxy</em>.</p>
<div id="attachment_339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview01.jpg"><img class="size-medium wp-image-339" title="Ein Kind verbiegt Löffel - aus dem Film Matrix" src="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview01-300x145.jpg" alt="&quot;Versuche, dir einfach die Wahrheit vorzustellen: Den Löffel gibt es nicht.&quot;" width="300" height="145" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Versuche, dir einfach die Wahrheit vorzustellen: Den Löffel gibt es nicht.&quot; - aus dem Film &#39;Matrix&#39;</p></div>
<p>Die psychologische Wirkung von medialer Gewalt &#8211; nicht bloß in Videospielen &#8211; ist nach wie vor umstritten. Ich lasse sie für meine Argumentation außer Acht, da es &#8211; anders als von CDU-Politikern dargestellt &#8211; keinen unumstößlichen Beweis für die Existenz bzw. die Art ihrer Auswirkung gibt. Legt man mir eine Studie vor, in der bestätigt wird, dass brutale Videospiele die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung senken, verweise ich auf zehn andere, die das Gegenteil besagen. Die hysterische Angst um Sitte, Moral und Werteverfall ist gerade in Deutschland jedoch nichts Neues &#8211; ich empfehe hierzu den Artikel &#8216;<a title="Normalität?" href="http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=1971" target="_blank">Normalität?</a>&#8216;, ebenfalls auf Stigma Videospiele zu finden. &#8216;Experten&#8217; konnten beinahe allem, was heute als medial akzeptiert gilt, etwas Negatives abgewinnen, weshalb ich Studien im Allgemeinen eher skeptisch betrachte&#8230;</p>
<p>Herr Wellenreuthers Frage ist trotzdem durchaus fundiert &#8211; immerhin pflegen deutsche Shooter-Fans, sich stets mit dem taktischen bzw. sportlichen Anspruch ihres Hobbys zu rechtfertigen. Nun mögen manche entgegnen, dass, beispielsweise, Schiessvereine doch wesentlich schlimmer seien, da dort der Umgang mit der Waffe &#8211; und damit die Auslöschung von Leben, denn einen anderen Zweck haben Schusswaffen unter&#8217;m Strich nicht, Sportsgeist hin oder her &#8211; in der Realität gelehrt und geübt würde. Das mag theoretisch der Wahrheit entsprechen, praktisch ist ein Vergleich hingegen unmöglich. Man lernt in Videospielen den Umgang mit der Waffe nicht &#8211; ebenso wenig, wie man in Schiessvereinen auf menschlich aussehende Zielscheiben feuert. Bei beiden Tätigkeiten gibt es (idealerweise) keine realen Opfer &#8211; so sehen das die Unionspolitiker aber nicht.</p>
<p>In gewisser Weise drängen sich Gamer selbst in die Ecke, indem sie sich hinter ihrem Wall aus &#8216;Taktik und Wettbewerb&#8217; verschanzen. Spielegegner reagieren darauf natürlich mit der Frage, weshalb Shooter derart brutal sein müssen, wenn es rein um die taktische bzw. sportliche Komponente geht? Warum beschweren sich viele Spieler über allfällige Gewaltzensuren (wie fehlendes Blut oder Splatter), die von Entwicklern oftmals für den deutschen Markt gemacht werden müssen? Warum &#8216;muss&#8217; überhaupt auf Menschen bzw. menschenähnliche Wesen gefeuert werden? Warum sind farbig markierte Zielscheiben nicht ausreichend, wenn es &#8216;nur&#8217; um Taktik oder Sportsgeist geht?</p>
<p>Dem haben ambitionierte Spieler nichts entgegen zu setzen &#8211; zumindest nichts, was ihre Position stärken würde, denn egal, was sie antworten, es würde ihnen zum Nachteil gereicht. Ein Argument, dem auch ich mich anschließe, wäre das der Atmosphäre. Steht man in <em>Call of Duty: World at World</em> auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges, wäre es wohl mehr als deplatziert, würde man auf bewegliche Zielscheiben schießen. Würden Verbotsgegner allerdings so argumentieren, fühlten sich die Befürworter bestätigt, da sich die Spieler offenbar in das Geschehen &#8211; und das Tötungsszenario &#8211; hineinversetzen (und ihnen in diesem Fall zugleich die Fähigkeit abgesprochen wird, zwischen Realität und Fiktion zu differenzieren). Das klappt also nicht. Das nächstbeste Argument wäre wohl die Vision der Entwickler. Die Entwickler eines Spiels haben sich (meist) etwas bei der Konzeption ihres Produktes gedacht. Wenn man in <em>Counter-Strike</em> die Bedrohung durch Terroristen eliminieren muss, wieso sollte man in Deutschland &#8211; und nur in Deutschland &#8211; Zielscheiben statt menschliche Models aufs Korn nehmen? Mit welchem Recht erklärt die Regierung, was Kunst ist bzw. welche Art Kunst schützenswert ist? Wieso ist das mehrfach ausgezeichnete <em>Counter-Strike</em>-Szenario laut deutschen Spielegegnern künstlerisch minderwertig?</p>
<p>Weil man auf virtuelle Menschen schießt. Darum. Damit wären wir beim wohl tragendsten Argument, das Gamer jedoch niemals in die öffentliche Debatte einbringen können, sofern sie von der breiten Öffentlichkeit nicht endgültig als potenzielle Psychokiller abgestempelt werden wollen: Die von Gewalt ausgehenden Faszination.</p>
<p>Ich kann mir schon vorstellen, was dir, werter Leser, gerade durch den Kopf geht: &#8220;So ein Blödsinn, mir ist Gewalt egal, ich brauche keine exzessive Gewaltdarstellung!&#8221;. Sag&#8217;, hast du dich jemals an einem Videospiel abreagiert, damit Frust oder Stress abgebaut? Ja? Stell&#8217; dir selbst folgende Frage: Wäre das ähnlich befriedigend gewesen, hättst du auf pinke Blöcke oder blinkende Zielscheiben geschossen und nicht auf virtuelle Monster oder Menschen? Na? Eben.</p>
<p>Ich möchte keine Lanze für Gewalt brechen &#8211; jedenfalls, wenn es um die Realität geht. Faktisch lehne ich Gewalt strikt ab. Ich ging in meiner Jugend Prügeleien stets aus dem Weg und wurde maximal aus Notwehr handgreiflich. Ich war nicht beim Bundesheer, hielt also noch nie eine echte Waffe in meinen Händen. Ich bin weder ein aufbrausender, noch ein aggressiver Mensch. Und genau deshalb ist mir unverständlich, was dagegen spricht, eben diese Ambitionen, die ich in der Realität nicht habe, in einem virtuellen Raum auszuleben, wo ich niemanden verletzen oder töten kann: Die meisten aller Spiele, die ich in den letzten 12 Monaten gekauft habe, wurden von der PEGI, dem BBFC oder der USK ab 18 Jahren freigegeben &#8211; ein Großteil wegen expliziter Gewaltdarstellung. Wo liegt das Problem? In anderen Medien ist Gewalt schließlich selbstverständlich.</p>
<p>Lange Zeit war es der &#8216;Staatsfeind Nr. 1&#8242; &#8211; das Fernsehen. Heutzutage laufen gewalthältige Actionfilme mit Van Damme oder Seagal zur Hauptsendezeit. Manchmal bekommt man auf deutschen Privatsendern sogar einen FSK 18-Film ungekürzt zu sehen. Natürlich wandert auch im Filmsektor jeden Monat einiges auf den Index, dennoch ist die Toleranz hier wesentlich größer. Warum? Weil sich das Fernsehen inzwischen als gesellschaftlich akzeptiertes Medium im täglichen Leben etabliert hat?</p>
<p>Was ist mit Hip Hop, &#8216;Gangster-Rap&#8217;? Ich spreche von Musik, die Frauen diskriminiert, partiell als Träger für Kriminalität, Drogenkonsum oder rassistisches Gedankengut fungiert und Gewalt als ultimativen Weg der Konfliktlösung glorifiziert. Zwar landen in Deutschland auch regelmäßig zu heftig ausgefallene Silberscheiben auf dem Index, dennoch darf der überwiegende Teil tagsüber auf MTV gezeigt oder im Radio gespielt werden. Selbst die BPjM versucht eine <a title="&quot;Porno- oder Gangsta-Rap&quot;: Was können Eltern tun?" href="http://www.bundespruefstelle.de/bmfsfj/generator/bpjm/Jugendmedienschutz-Medienerziehung/lese-hoermedien,did=111820.html" target="_blank">Positivprädikatisierung</a> und bezeichnet Gangster-Rap als &#8216;Lifestyle&#8217;, der nicht verboten werden sollte:</p>
<blockquote><p><strong>Muss ich meinem Kind Hip-Hop-Musik verbieten?</strong><br />
Nein! Die Hip-Hop-, Techno- und Skaterbewegung ist eine der größten Szenen in Deutschland und eine kreative, multikulturelle und integrative Jugendkultur. [...]</p>
<p>Hip-Hop ist mehr als Rap-Musik. &#8220;Hip-Hop spiegelt für viele Szenegänger ein ganzheitliches Lebensgefühl wider. [...] Hip-Hop gehört zur eigenen Identität und kann nicht einfach &#8216;abgeschaltet&#8217; werden. [...]</p>
<p>[...]</p>
<p>Ein Verbot für ein Kind, in einem Spektrum vieler Musikvorlieben bestimmte Hip-Hop-Musikstücke zu hören, mag relativ leicht durchsetzbar sein. Für die Mehrzahl der Jugendlichen sind aber mit der Vorliebe für Hip-Hop-Musik auch der Freundeskreis, ihr Freizeitverhalten sowie Kleidung und Accessoires verbunden. Daraus wird deutlich, dass wie immer im Erziehungsprozess viele sensible Aspekte gleichzeitig zu beachten sind und man behutsam vorgehen muss. Letztlich sind nur die Eltern in der Lage, die für ihr Kind passenden Entscheidungen zwischen Verständnis und Vertrauen zu treffen, aber auch Grenzen zu setzen.</p></blockquote>
<p>Geht es nur mir so, oder hat noch jemand den Drang, &#8216;Hip-Hop&#8217; bzw. &#8216;Rap&#8217; und &#8216;Musik&#8217; durch &#8216;Gaming&#8217; zu ersetzen?</p>
<div id="attachment_381" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview02.jpg"><img class="size-medium wp-image-381" title="Sido" src="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/06/imageview02-300x260.jpg" alt="&quot;Lifestyle, Alta!&quot;" width="300" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Lifestyle, Alta!&quot;</p></div>
<p>Nicht zu vergessen: Was ist mit Büchern? Bücher unterliegen keiner Alterskontrolle &#8211; wohl, weil die Politik darüber froh ist, dass Jugendliche überhaupt noch lesen. Ich wage zu bezweifeln, dass Clive Barker, Stephen King oder <a title="Feuchtgebiete auf Wikipedia (Deutsch)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feuchtgebiete">Charlotte Roche</a> auf Jugendliche keine möglicherweise sozialethnisch desorientierende Wirkung haben. Und zu allem Überfluss ist ein Machwerk extremer Gewalt, Diskriminierung und Intoleranz sogar der größte &#8216;Bestseller&#8217; aller Zeiten&#8230;</p>
<p>Wir merken: Die allgemeine Aufregung rund um Videospiele ist primär durch ihre gesellschaftliche Nichtakzeptanz begründet. Dafür ausschlaggebend ist, unter anderem, sicherlich der Gewaltfaktor.</p>
<p>Manche Spiele brauchen Gewalt. Sie dient entweder der Atmosphäre, ist ein tragendes Element des Gameplay (und damit ggf. des Spielspaßes) oder wird derart übermäßig eingesetzt, dass einem das jeweilige Spiel hauptsächlich deshalb im Gedächtnis bleibt. Ich spiele derzeit <em>Stubbs the Zombie in Rebel without a Pulse</em> (das, zu meinem Erstaunen, nicht einmal indiziert ist!) auf der Xbox, für das eindeutig die Punkte 2 wie 3 gelten. Ohne die übertriebene, lächerlich anmutende Gewaltdarstellung wäre <em>Stubbs</em> ein langweiliges und uninspiriertes Actionspiel, nicht mehr. Reißt man einem amerikanischen G.I. den Arm aus, was von diesem mit einem Spruch wie &#8220;Aaah, I&#8217;ve never been disarmed!&#8221; oder &#8220;Hey, I liked that arm!&#8221; kommentiert wird, kann ich den Entwicklern nur für ihren schwarzen Humor gratulieren (von der interessanten Thematik abgesehen). Was wäre <em>Condemned: Criminal Origins</em> ohne seine realistische Gewalt? Eine surreale Geisterbahnfahrt, ein schlechter Klon von <em>F.E.A.R.</em>. Die Gewaltdarstellung &#8211; und damit meine ich nicht ausschließlich die vom Spieler ausgehende Gewalt, sondern auch die Angst vor den nicht minder brutalen Gegnern, die einem ebenso leicht den Kopf mit einem Stahlrohr einschlagen können &#8211; macht <em>Condemned</em> zu dem Horror-Juwel, das es ist, weil die Furcht erst aufgrund des hohen Realitätsgrades greifbar wird. Mein Kommentar auf die vorige Anmerkung, dass es egal sei, worauf man ballert, wenn es wirklich nur um Taktik oder Wettbewerbsgedanken geht, ist daher: Es ist <strong>NICHT</strong> egal. Denn ich verstecke mich nicht und gestehe, dass es eben NICHT ausschließlich darum geht.</p>
<p>Es wäre schön, könnten alle Fraktionen miteinander debattieren, ohne dass eine Seite von der anderen durch den Aufschrei der Empörung abgewürgt wird. Warum kann man, als Spieler, nicht offen zugeben, dass man – aus welchen Gründen auch immer, es müssen nicht die sein, auf die ich oben einging – auf Gewalt, Blut und Splatter in Spielen nicht verzichten möchte? Selbst, wenn man sich an der Gewalt an sich ergötzt &#8211; was ist daran schlecht, solange man virtuelle Gewalt nicht Realität werden lässt? Warum ist das fadenscheinige Argument des sportlichen Wettbewerbs nowendig? Spinnt man diesen Gedanken weiter, wird allerdings eine viel dringendere Frage aufgeworfen: Warum müssen sich Menschen, die niemandem Schaden zufügen, überhaupt für ihr Tun rechtfertigen?</p>
<p>Die meisten Gamer sind nicht gewaltbereit. Das ist es, was die Politik bei ihrer Panikmache gerne verdrängt. Auf einen Amokläufer kommen nicht Tausende, sondern Millionen friedliender Individien &#8211; Menschen, die arbeiten mit, sich vielleicht sozial engagieren, die selbst Eltern sind, &#8230; -, weshalb sich Leute wie Christian Pfeiffer von mir den Vorwurf der Polemik gefallen lassen müssen. Wenn man ein kulturelles Phänomen &#8211; was Videospiele zweifellos sind &#8211; und dessen Partizipanten über einen Kamm schert, weil sich einige wenige, die in ihren Leben erwiesenermaßen wesentlich größere Probleme als hatten, die Kontrolle verloren, dann ist das Polemik, schlicht und ergreifend. Auch ich könnte mich dieser Polemik bedienen, wie wär&#8217;s damit: Die Amokläufer haben sich nicht nur mit brutalen Spielen beschäftigt, sondern auch die Tagesschau gesehen &#8211; ho, ich erkenne ein Muster!</p>
<p>Ein Verbot ist mit Sicherheit der falsche Weg. Zum einen, weil Verbote mystifizieren. Es gibt schon heute zahlreiche Jugendliche, die den Index &#8211; der, seit es das Internet gibt, nicht mehr so geheim ist, wie es die BPjM gern hätte &#8211; als Einkaufliste und eine Liste B-Indizierung bzw. Beschlagnahme als Qualitätssiegel ansehen. Sobald bekannt wird, was dem Verbot zum Opfer fiel, werden sie die betroffene Software einfach aus P2P-Tauschbörsen heruntergeladen und somit in ihrem Vorhaben, sich Spiele, die laut Vater Staat für sie ungeeignet sind, anzueignen, nicht wesentlich behindert. Zum anderen wäre da die Europäischen Union und ihre allgemeine Zollfreiheit.</p>
<p>Du bekommst ein verbotenes Spiel in Deutschland nicht? Kein Problem &#8211; ausnahmslos alle EU-Staaten rund um Deutschland bieten die gesuchte Ware im freien Verkauf an. Für den Import ist meist nicht einmal eine Kreditkarte erforderlich. Die deutsche &#8216;Insellösung&#8217; wird folglich von außen nach innen ausgehöhlt. Man importiert eben 10-20 Stück eines Spiels und gibt es dann innerhalb seines Freundeskreises weiter. Dadurch macht sich der &#8216;Dealer&#8217; zwar offiziell strafbar, jedoch wird es mit beschlagnahmten Titeln seit jeher so gehandhabt. Es funktioniert &#8211; was man vom deutschen Jugendschutz nicht behaupten kann.</p>
<p>Dem ist dadurch nämlich nicht geholfen. Statt mehr Verbote und Vorschriften zu erlassen, sollte die deutsche Politik aufwachen und erkennen, dass ihre Strategie mit Index und Co. zum Zeitpunkt ihrer Einführung vielleicht aufging, als die Welt noch aus einem Haufen Nationalstaaten bestand. Heute, in einer Ära der Globalisierung und des Internets, ist es absolut weltfremd, anzunehmen, man könnte ein ganzes Volk mündiger, erwachsener Bürger, davon abhalten, eine bestimmte Gattung Medium zu rezipieren, wenn selbst die Jugend, die eigentlich geschützt werden sollte, nur müde darüber lächelt und ihre nächste Bestellung in einem österreichischen Onlineshop aufgibt oder, wenn das nötige Kleingeld fehlt und man ein wenig risikofreudig ist, rasch BitTorrent anwirft. Die fehlende Effizienz beim Jugendschutz ist allerdings nicht das größte Problem der aktuellen Verbotsforderung.</p>
<p>Vielmehr wird dadurch ein noch größerer Keil zwischen die &#8216;Generation Renter&#8217; und die, wie sie die Presse gerne bezeichnet, &#8216;Generation C64&#8242; getrieben. Die Befremdung zwischen beiden Gruppen ist ohnehin angespannt &#8211; sei es aufgrund der schleichenden Einführung von Internet-Zensur durch die <a title="Opfer stellen sich gegen Kinderporno-Sperren" href="http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2009/april/opfer_kinderporno-sperren/" target="_blank">Instrumentalisierung</a> von Missbrauchsopfern, das sture Verhalten der Regierenden, die, <a title="Wen interessiert schon Fachwissen" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30435/1.html" target="_blank">gut gemeinten Hinweisen</a> zum Trotz, zielstrebig ihrem Kurs gen Abgrund folgen oder einer bedingt durch <a title="Für EU-Parlamentarier sind Fernsehen und Zeitungen noch immer wichtiger als das Internet" href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/139880" target="_blank">unzeitgemäße</a> Sichtweisen unmöglich gemachten Identifikation mit den &#8216;Alten&#8217; als Repräsentanten oder Vorbilder. Und jetzt soll auch noch ein Teil ihrer Kultur kriminalisiert werden &#8211; dass vielerorts von einem neuen Generationskonflikt gesprochen wird, grenzt wahrlich an kein Wunder. Unter Umständen wäre sogar die Union in der Lage, die Problematik ihres Handelns zu erkennen, würden ihre Verantwortlichen über den Ausgang der kommenden Bundestagswahlen hinaus planen&#8230;</p>
<p>&#8216;Killerspiele&#8217; werden nicht verboten, weil sie gefährlich sind &#8211; sie werden verboten, weil die Damen und Herren an der Spitze sie nicht verstehen. Sie sehen nichts als Gewalt und virtuelles Blutvergießen, sind aber nicht in der Lage, hinter die Faszination zu blicken, welche die Spiele auf Millionen junger und junggebliebener Menschen ausüben. Was man nicht versteht, dem begegnet man, aus Angst vor dem Unbekannten, allzu gern mit Ablehnung und Intoleranz &#8211; ob berechtigt oder nicht. So war es bei &#8216;Schundromanen&#8217;, beim Radio, bei Comics, dem Rock&#8217;n'Roll, dem Kino, der VHS, bei Horrorfilmen &#8211; auch die interaktive Unterhaltung wird entteufelt werden, sobald eine neue Politikergeneration &#8216;ans Ruder&#8217; kommt, die damit aufwuchs. Leider wird es, wie ich Deutschland kenne, bis dahin ein neues Feindbild geben &#8211; Holo-Decks vielleicht? Ich kann schon die BILD-Schlagzeile vor meinem geistigen Auge sehen: &#8220;Innenminister für Verbot von Holo-Decks: &#8216;Verderben und verrohren Jugend&#8217;&#8221; &#8230;</p>
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		<title>Rape me!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 20:31:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LiquidSnakE</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Welch ein Skandal: Gerade im prüden Amerika hat es Februar 2009 ein privaten Händler gewagt, das japanische Hentai-Spiel RapeLay auf der US-Website von Amazon zu veräußern! Selbstredend reagierte Amazon prompt und entfernte das Angebot aus ihrem Sortiment. Die Diskussion darum bzw. rund um japanische Hentai-Titel generell brachte diese Maßnahme allerdings nicht zum verstummen. In RapeLay [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welch ein Skandal: Gerade im prüden Amerika hat es Februar 2009 ein privaten Händler gewagt, das japanische Hentai-Spiel <em>RapeLay</em> auf der US-Website von Amazon zu veräußern!</p>
<p>Selbstredend <a title="Amazon.com nimmt nach Protesten Rapelay aus dem Angebot" href="http://www.onlinewelten.com/games/news/52228-allgemeine-news-amazon-com-nimmt-protesten-rapelay-angebot/" target="_blank">reagierte Amazon prompt</a> und entfernte das Angebot aus ihrem Sortiment. Die Diskussion darum bzw. rund um japanische Hentai-Titel generell brachte diese Maßnahme allerdings nicht zum verstummen.<span id="more-55"></span></p>
<div id="attachment_75" class="wp-caption aligncenter" style="width: 207px"><a href="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/05/imageview02.jpg"><img class="size-medium wp-image-75" title="RapeLay - Covershot" src="http://liquidsnake.consolepower.net/wp-content/uploads/2009/05/imageview02-197x300.jpg" alt="RapeLay - Covershot" width="197" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Händen gehören keinem Zombie...</p></div>
<p>In <em>RapeLay</em> übernimmt der Spieler die Rolle des Kimura Masaya, Sohn eines reichen Vaters. Da er meint, sich aufgrund der Macht seines alten Herrn alles erlauben zu können, belästigt er eines Tages ein junges Mädchen. Das lässt sich seine Frechheiten aber nicht bieten und zeigt ihn an, woraufhin er aufgegriffen und eingesperrt wird. Nachdem ihn sein Vater aus dem Gefängnis geholt hat, will sich der Protagonist an dem Mädchen rächen, indem er sie und ihre Familie (sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer großen Schwester in einem Haushalt &#8211; Klischee, lass nach&#8230;) vergewaltigt&#8230;</p>
<p><em>RapeLay</em> wurde von <a title="Offizielle Webpräsenz" href="http://www.illusion.jp/" target="_blank">Illusion</a>, einem japanischen, für Erotik-Software bekannten Entwicklerstudio, programmiert und 2006 in Japan veröffentlicht. Dieser und ähnliche Titel sind dort keineswegs eine Kuriosität, sondern haben sogar ihr eigenes Sub-Genre: <a title="Eroge auf Wikipedia (Englisch)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eroge" target="_blank">Eroge</a>. Dessen Vertreter erlauben ihrem Nutzer die Auslebung meist stark überzeichneter Erotikfantasien &#8211; <em>RapeLay</em> bietet dazu ein zugegeben besonders anstößiges Szenario: das einer Vergewaltigung. Man lauert den Frauen erst auf und belästigt sie (indem man sie begrapscht, zu küssen versucht etc.), ehe man &#8216;ans Eingemachte&#8217; geht. Hört sich für unsere westlichen Ohren tatsächlich höchst verwerflich an. Ist es aber nicht. Denn die Art, wie der brisante Inhalt präsentiert wird, ist absolut lächerlich.</p>
<p>Zuerst kommt das Nachstellen. Darauf hätte Illusion verzichten sollen, da diese Spielphase dermaßen langweilig ist, dass viele, die nicht sehr neugierig (oder sehr pervers) sind, das Programm frühzeitig beenden. Wenigstens besteht nach kurzer Zeit die Möglichkeit, die &#8216;Stalker-Phase&#8217; zu skippen und zur nächsten überzugehen: dem (aktiven) Belästigen.</p>
<p>Nun darf man, durch Klicken und Ziehen der Maus, seinem Opfer endlich &#8216;näher kommen&#8217;. Man muss sie solange zwischen den Schenkeln reiben, ihnen an den Hintern fassen, die Brüste massieren der sie an anderen Stellen berühren, bis eine Anzeige am seitlichen Bildrand &#8211; quasi ein Erotik-Barometer &#8211; voll ist. Um die erotischen Fantasien des Anwenders zu beflügeln, fungieren prinzipiell stark frequentierte Orte wie volle U-Bahnwagons oder der Stadtpark als Schauplätze.</p>
<p>Haben wir unser Opfer soweit, folgt der Kern des Gameplays und Quell der Aufregung: die eigentliche Vergewaltigung.</p>
<p>Unter anderem zeigt sich spätestens an dieser Stelle, weshalb <em>RapeLay</em> unmöglich als &#8216;Simulation&#8217; betrachtet werden kann: Mitten in einem öffentlichen Park oder auf einem Bahnsteig können alle drei Frauen gleichzeitig missbraucht werden (jedenfalls im weiteren Spielverlauf), während es den Passanten egal ist. Zwar ist Japan hinsichtlich Sexualität und, wie mir gestern im Laufe eines Gesprächs versichert wurde, sexueller Belästigung wesentlich freizügiger als der Westen, dennoch kann ich mir kein nicht-virtuelles Szenario vorstellen, in dem kein Mensch einschreiten oder auch nur die Polizei rufen würde, wenn ein Mann drei Frauen an einem öffentlichen Platz zu sexuellen Gefälligkeiten nötigt. Zudem fangen die sexuelle Nötigung den Opfern nach einiger Zeit zu gefallen an, sodass sie Anweisungen bereitwillig Folge leisten und sogar zum Orgasmus gebracht werden können. Wer jetzt noch von einem &#8216;Simulator&#8217; spricht, sollte sich dringend eingehend über sexuelle Gewalt informieren.</p>
<p>Am &#8216;Akt&#8217; selbst ist nichts außergewöhnlich. Obwohl es die Medien gerne so darstellen, wird der Spieler bei der Vergewaltigung selbst nie aktiv, sondern agiert als reiner Voyeur, der seinen &#8216;Puppen&#8217; via Herumklicken Befehle erteilt. Der interaktivste Teil des Schauspiels ist das &#8216;Stoßen&#8217; durch Klicken mit der Maus &#8211; der Rest spielt sich ausschließlich über Optionsmenüs ab. Explizite Hardcore-Szenen gibt es ebenso wenig. Die &#8216;Intimsphären&#8217; der &#8216;Teilnehmer&#8217; werden zudem nur verpixelt dargestellt.</p>
<p>Das einzig wirklich Bedenkliche an <em>RapeLay</em> ist die Möglichkeit, die Frauen zu schwängern. Der Spieler hat zu diesem Zeitpunkt die Wahl, das Kind abzutreiben &#8211; tut er es nicht, wird Kimura von der werdenden Mutter vor eine U-Bahn geworfen. Man kann für oder gegen Abtreibung sein, doch dieses Element finde sogar ich verwerflich. Allerdings ist es mir im Endeffekt egal &#8211; wie der Rest des Spiels -, da es virtuell stattfindet. Und nur virtuell.</p>
<p>Ich möchte nicht missverstanden werden: Vergewaltigungen sind zweifellos eine hässliche Sache. Triebtäter sind eine Bedrohung für die Gesellschaft und gehören völlig zurecht weggesperrt. Damit hat <em>RapeLay</em> allerdings nichts zu tun. <em>RapeLay</em> dient einzig zur Befriedigung von Fantasien japanischer Hentai-Fans. Ich schreibe explizit &#8216;japanischer Fans&#8217;, weil <em>RapeLay</em> niemals <strong>offiziell</strong> außerhalb Japans vertrieben wurde. Es gab seitens Illusion keinerlei Anstrengung, eine Veröffentlichung außerhalb Japans zu erwirken. Aus diesem Grund ist das Spiel komplett in japanisch &#8211; die seit langer Zeit im Internet kursierende englisch untertitelte Schwarzkopie basiert auf einem von Fans erstellten &#8211; und damit inoffiziellen &#8211; Sprachpacket. Alleine deshalb ist der aktuelle Skandal eine einzige Farce: Warum regen sich die Amerikaner über Software auf, die nie für ihre Breitengrade gedacht war und deren Inhalt zudem in Japan auf&#8230; &#8211; sagen wir, höhere Akzeptanz stößt. Eine ähnliche (und ähnlich grundlose) Moralpanikreaktion gab es in Deutschland seinerzeit bei <em>Manhunt</em>, das dort ebenfalls nicht veröffentlicht wurde. Über den Import bekommt man beide, natürlich &#8211; mit einem Importverbot wird man sich im Zeitalter der Globalisierung allerdings schwer tun &#8211; von den zuvor erwähnten Schwarzkopien in Tauschbörsen ganz zu schweigen.</p>
<p>Erwartungsgemäß war es auch Deutschland, die Nummer 1 unter den europäischen Verteuflernationen neuer Medien, unmöglich, keine Stellung zu <em>RapeLay</em> zu beziehen. Ein <a title="RapeLay löst Proteste aus" href="http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1367" target="_blank">News-Artikel</a> &#8211; präziser, die fragwürdigen Reaktionen darauf &#8211; inspirierte mich schließlich zu diesem Blog-Eintrag. In den Kommentaren fordern zahlreiche User ein Totalverbot des Spiels (auch in Japan!) und rechtliche Schritte gegen den Entwickler. Begründung:</p>
<blockquote><p><span style="text-decoration: underline;">20. 11.05.2009 &#8211; 20:06 Uhr schrieb psychoflyer</span></p>
<p>also ich sehe es ähnlich wie die anderen 50% der poster hier.</p>
<p>einen solchen simulator braucht wirklich kein schwein.</p>
<p>wer ein solches spiel spielt hat einfach einen schaden.</p>
<p>und für die ganzen ist ja nur ein Spiel und egoshooter spielt ihr auch blablabla comments hier:</p>
<p>Ich denke es ist sehr wohl ein unterschied ob man ein Spiel zum Agressionsabbau hernimmt und animierte Figuren abknallt, als das man wenn auch nur animefraun vergewaltigt.</p>
<p>Vergewaltigungen egal ob in filmen oder spielen wiedern mich einfach an.</p></blockquote>
<p>Wow. Wenn &#8216;Killerspiele&#8217; auf dem deutsche Index landen, brodelt es jedesmal in der Community. Es wird geschrien, geflucht und gegen den &#8216;faschistischen Zensurstaat&#8217; gewettert. Jede Indizierung ist lächerlich, jede Beschlagnahme ein Armutszeugnis. Es gilt gemeinhin als unbegreiflich, weshalb Medien mit mehr oder weniger expliziter Gewaltdarsellung in Deutschland derart stigmatisiert werden &#8211; &#8220;Ist doch alles nur ein Spiel&#8221;. Kaum geht es aber um ein Thema, das sich mit den eigenen Wertvorstellungen nicht vereinbaren lässt, sind Verbote eine angenehme, akzeptable und erwünschte Lösung. Es geht doch nichts über Doppelmoral.</p>
<p>Ich habe <em>RapeLay</em> nicht gekauft und besitze auch keinen anderen H-Titel. Weiters leugne ich die Brisanz der Inhalte vieler solcher Spiele nicht (denn bedenkt man, was die japanische Erotikindustrie sonst zu bieten hat, sind <em>RapeLay</em> und die Handlungsmöglichkeiten, die es Konsumenten bietet, vergleichsweise harmlos). Trotzdem finde ich den Wunsch nach einem Verbot absurd. Euch widert <em>RapeLay</em>s Thematik an? Dann spielt es nicht. Ignoriert es &#8211; das verlangt ihr schließlich auch von Menschen, die (beispielsweise) Ego-Shooter anwidern. Vielleicht erkennen all jene, die nach einer moderne Bücherverbrennung für <em>RapeLay</em> schreien, nun wenigstens, wie es sich anfühlt, wenn man etwas verwerflich genug findet, um es verbieten lassen zu wollen und haben beim nächsten Mal, wenn ihnen jemand ihre geliebten &#8216;Killerspiele&#8217; und Splatterfilme wegnehmen möchte, ein bisschen Verständnis &#8211; obwohl ich es bezweifle.</p>
<h3>UPDATE, 03.06.2009:</h3>
<p>Bravo, Sitte und Moral haben gesiegt: Die japanische Industrie hat sich dem <a title="Rape Games Officially Banned In Japan" href="http://kotaku.com/5275409/rape-games-officially-banned-in-japan" target="_blank">internationalen Druck gebeugt</a>. Erotikspiele mit Vergewaltigungsthematik werden ab sofort nicht mehr verkauft. Die Welt ist nun ein Stück sicherer. Ich bin zuversichtlich, dass die Vergewaltigungsrate in Japan stark zurückgehen wird, mindestens so stark, wie die <a title="Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich" href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-im-internationalen-Vergleich--/meldung/133295" target="_blank">Anzahl der Pädophilen</a> in Deutschland&#8230;</p>
<p>Schon gut. Es ist nicht zum Lachen. Es ist eher traurig. Ein besonderes Armutszeugnis ist aber das Verhalten vieler &#8216;Gorehounds&#8217; diesem delikaten Thema gegenüber. Man sollte meinen, dass (gerade in Deutschland) Videospieler und Filmfreunde wissen, wie es ist, wenn das eigene Hobby von anderen verteufelt wird&#8230; &#8211; doch ich wiederhole mich.</p>
<p>Nur so viel: Ignorante Heuchler, die auf ihnen missliebige Inhalte &#8216;plötzlich&#8217; ekelhaft moralinsauer reagieren, machen mich krank &#8211; Menschen wie die zahlreichen Kommentatoren auf <a title="Vergewaltigunsspiele in Japan abgeschafft" href="http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=1415" target="_blank">Schnittberichte.com</a>. Für euch sollte ich hoffen, dass die deutsche Politik das endgültige Totalverbot von Medien, die &#8220;besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt beinhalten, die das Geschehen beherrschen&#8221;, auf den Weg bringt &#8211; jawohl, extra für euch! Vielleicht kapiert ihr es dann&#8230;</p>
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